Katholische Kirchengemeinde St. Antonius und Bonifatius 1 Datenschutz Impressum

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Zukunft Bonifatiuskirche

Wir laden alle Interessierten
jeden Alters zu einer Ideensammlung und einem Austausch am Sonntag, dem 04.12.2022 um 15 Uhr
in die Bonifatiuskirche herzlich ein.

Weihnachtsbaumverkauf

Am 10.12. ab 9:00 Uhr ist der traditionelle Weihnachtsbaumverkauf der Leiterrunde vor der Antoniuskirche.

02.10.2022

100 Jahre Patrozinium St. Bonifatius in Dorsten-Holsterhausen

„Im Hören auf Gottes Wort und gesandt zu den Menschen lasst uns ein Segen sein.!“
(Leitspruch der Pfarrei St. Antonius und Bonifatius aus dem Pastoralplan)

Vor nunmehr 100 Jahren bekam unsere Gemeinde im östlichen Teil Holsterhausens zunächst für die in einer früheren Schreinerbaracke untergebrachte Notkirche den Heiligen Bonifatius zum Kirchenpatron.

Als dann im Mai 1961 die jetzige Bonifatiuskirche die 1922 geweihte Notkirche ablöste, schrieb der damalige Bischof von Münster, Michael Keller, in seinem Grußwort an die Gemeinde:
„Um die von Gott gestellte Aufgabe zu erfüllen, muss heute jede Pfarrgemeinde unseres Bistums ein wirklicher Ausstrahlungspunkt sein, ein missionarisches Zentrum sein“
Dieser Satz hat von seiner Aktualität nichts eingebüßt, greift er doch das tiefste Anliegen des Bonifatius auf: mit allen Kräften, mit allen Talenten das Evangelium Jesu Christi den Menschen zu verkünden. In vielen seiner überlieferten Briefe wird das deutlich.
Ihm war es wichtig, dass "das Evangelium vom Ruhme Christi unter den Heiden seinen Weg mache und verherrlicht werde" (Brief 30).
Er wollte "den Frieden auf Erden den Menschen guten Willens" bringen und "das Wort des Lebens verkünden" (Brief 78).

Drei Anliegen lagen ihm besonders am Herzen.
Dechant Hubert Lackmann, ehemaliger Pfarrer von St. Bonifatius (1966-1986; +2000), schrieb dazu:
„Bonifatius beschwört die Priester, Mitarbeiter und alle Gläubigen Kontakte und mitmenschliche Beziehungen zu schaffen und bittet sie, bei allem Tun das Herz entscheiden zu lassen. Das war nicht nur für die ersten Missionare wichtig, das ist heute ebenso wichtig. Mögen wir uns näher auf den Leib gerückt sein, es scheint, dass wir manchmal in Bunkern sitzen ohne Sprechverbindung, dass der Dialog schwieriger wird mit dem Fortschritt.
Immer wieder bittet er um das Gebet für ihn und für seine Helferinnen und Helfer. Ist nicht das Gebet auch ein wesentlicher Schutz vor der Gefahr der Betriebsamkeit, selbst im Tun vor Gott?
Schließlich geht es Bonifatius um das Zeugnis, das der Christ geben soll. Aber: VOR dem Christen gibt der Mensch Zeugnis.“

Ich denke, dass aus alldem deutlich wird, dass Bonifatius ein aktueller Wegweiser auch in unserer Zeit sein kann.
Immer deutlicher zeigen die Entwicklungen unserer Kirche der letzten Jahre, dass sie einer grundlegenden missionarischen Erneuerung bedarf. Dies hat nicht nur etwas mit den längst fälligen Reformen von Strukturen zu tun. Es fängt bei jedem Einzelnen von uns an. Wenn wir uns nicht von der Tiefe und Schönheit unseres Glaubens begeistern lassen, dann können wir ihn auch nicht wirklich an die Menschen unserer Zeit weitergeben.

Das Lied kommt mir dabei in den Sinn: „Einer hat uns angesteckt mit der Flamme der Liebe. Einer hat uns aufgeweckt und das Feuer brennt hell.“

Unser Herz muss brennen für Jesus Christus, damit wir es gemeinsam schaffen, die suchenden Menschen unserer Zeit mit diesem Feuer anzustecken.

Angesichts der nun erreichten100 Jahre des Patroziniums St. Bonifatius ist es wichtig, all das oben Gesagte zu bedenken, um dann den Blick nach vorne zu richten und gemeinsam als Pfarrgemeinde St. Antonius und Bonifatius unsere missionarische Aufgabe in unserer Zeit mit allen Kräften und geschenkten Talenten anzugehen.
Und dies ist die uns von Jesus anvertraute Aufgabe:
"Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Mt 28, 18-20)

Ihr / Euer Diakon Jochen