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08.06.2022

Weihbischof Lohmann im Gespräch mit Jugendleitern unserer Pfarrei

Weihbischof Lohmann im Gespräch mit Jugendleitern unserer PfarreiIm Rahmen der letzten Visitation konnten aufgrund von Corona nur wenige persönliche Begegnungen mit Weihbischof Lohmann stattfinden. Da die Jugendlichen unserer Pfarrei schon häufiger nach einer Gesprächsmöglichkeit mit dem Weihbischof gefragt haben, hat das Seelsorgeteam sich darum bemüht ein entsprechendes Gespräch zu vereinbaren. Dieser Termin hat am 8. Juni stattgefunden. Über diesen Abend wurde folgender Bericht verfasst:

Zu Beginn stellten wir uns erstmal vor:
Jugendleiter in Holsterhausen zu sein, heißt nicht nur messezudienen oder Pfadfindergruppenstunden zu gestalten. Dahinter steckt so viel mehr.
WIR sind Sternsinger, Firmbegleiter und 3fach Ferienfreizeitverantwortlich.
WIR sind Mitglieder des Pfarreirates, Kirchenvorstandes, Öffentlichkeitsausschusses, katholischen Ferienwerkes, Blasorchesters, Chors und überregionaler Stämme.

Auch Herr Lohmann konnte direkt unser Interesse wecken. Aus der deutschen Bischofskonferenz ist er zuständig für Umwelt- und Klimafragen, sowie Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen.
Im Fokus des Gesprächs standen diverse Themen:
Welchen Beitrag zur Klimagerechtigkeit muss den jede Pfarrei leisten? Von FairTrade einkaufen, bis zur energetischen Sanierung der Pfarrheime und Solarflächen auf Kirchendächern.
Alle sind sich einig: Schöpfung bewahren sieht anders aus. Kirche agiert seit Jahrzehnten an Ihrer Kernbotschaft vorbei.
Ein Klimamanager des Bistums wird in Zukunft Projekte koordinieren. Wir als Jugendleiter wollen jetzt etwas ändern und bringen uns gerne bei den kleinen und großen Themen der Klimagerechtigkeit ein.
Neben Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne, liegt uns das Treffen von nachhaltigen Entscheidungen auch für unsere „Institution Kirche“ am Herzen. Ein Leiter brachte es für uns polemisch auf den Punkt: „1) Frauen in alle Positionen. 2) Zölibat abschaffen. 3) Die Kirche muss zu den Menschen und nicht umgekehrt.“
Natürlich sprachen wir auch über pastorale Räume und äußerten unsere Sorgen. Denn wie soll Jugendarbeit aussehen, wenn sie immer zentraler wird? Schon heute ist es für junge Messdiener, die Am Lipping wohnen kein Leichtes zur Gruppenstunde in Antonius zu kommen.
Weihbischof Lohmann und wir Pfadfinder & Bontons sind uns einig: Unsere Botschaft als Christen ist großartig. Es fehlt nicht an Leuten, die begeistert vom Glauben und Gemeinschaft erzählen, sondern die niedrigschwellige und wertschätzende Möglichkeit sich einzubringen und alte Hierarchien aufzubrechen.

Nach mehr als 2 Stunden im Gespräch waren wir glücklich. Ein Bischof, der unsere alltäglichen Probleme und die ganz großen Sorgen versteht und zuhört. Wir haben unsere Bereitwilligkeit zum Engagement im Bistum immer wieder betont und sind dankbar für den tollen Abend.

Moritz Fellner