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(Stand 14.7.2021)

Pfarrbüro St. Bonifatius

Das Pfarrbüro St. Bonifatius ist am Mittwoch, 28.07. geschlossen!

Geistlicher Impuls

Die wunderbare Brotvermehrung lässt uns staunen. Jesus kann mit ein paar Broten und Fischen eine große Menschenmenge satt machen, und es bleibt sogar noch etwas übrig. Schwer vorzustellen, wie das vor sich gegangen sein soll.

Oder ist das im übertragenen Sinn zu verstehen? Jesus ist selbst das Brot des Lebens. Er will den Hunger der Menschen stillen, einen doppelten Hunger. Den Hunger nach Leben, den Hunger nach Gott stillt er, indem er predigt und Kranke heilt. Aber auch den buchstäblichen körperlichen Hunger nimmt er ernst. Auch er soll gestillt werden und dafür nimmt er seine Jünger in Dienst. Sie sollen dafür sorgen, dass etwas zu essen da ist für die Menschen.

Die Geschichte von der wunderbaren Brotvermehrung finden wir in allen Evangelien. Aber nur bei Johannes wird von dem kleinen Jungen erzählt, der seine fünf Brote und zwei Fische bereitstellt. Seine Haltung ist geprägt von kindlicher Spontaneität und von Vertrauen. Er wagt den ersten Schritt und ist bereit zu teilen. Ganz selbstlos, ohne lange zu rechnen, ob das reicht für so viele, gibt er das, was er hat, vertrauensvoll Jesus in seine Hände. Und dieser segnet es und macht das scheinbar Wenige groß und segensreich für die vielen.

Im Evangelium heißt es: Jesus nahm die Brote, sprach das Dankgebet und teilte sie aus… Da klingen die Worte an, die der Priester bei der Wandlung über die Gaben von Brot und Wein spricht. Sie werden zum Zeichen für Jesus, das Brot des Lebens.

Dieses gewandelte Brot will uns verwandeln in Menschen, die wie Jesus ihr Leben einsetzen für andere, die teilen, die etwas „übrig haben“ für andere. Auch das Wenige, das wir einsetzen, wird zum Segen werden, das ist die Zusage, die in der Geschichte von der Brotvermehrung steckt. Es wird zur Fülle. Es bleibt noch vieles übrig.

Geteiltes Brot steht für alles, was wir zum Leben brauchen: Nahrung, Gesundheit, Gerechtigkeit, Frieden und Toleranz, eine sinnvolle Arbeit, die den Lebensunterhalt sichert, Gemeinschaft, in der wir unsere Fähigkeiten und unsere Zeit einbringen können.

Teilen wir Brot und Leben und Zeit miteinander. Gott wird es segnen und zum Segen werden lassen für viele.

Das kleine Scheibchen Brot, das uns von der Hand in den Mund gegeben wird, ist ein Scheibchen Brot, das es in sich hat, das zu denken gibt, hinter dem was steckt, hinter dem Jesus Christus steckt. Ein Mensch, der die Güte selbst ist. Wenn wir diese Güte selbst zu unserer Speise machen, dann wird das nicht spurlos an uns vorübergehen.
(W. Willms

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen und Euch Annegret Lewin