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Sonntagsgottesdienste

Da es in den letzten Wochen beim Einlass zu den Sonntagsgottesdiensten des Öfteren zu einem „Stau“ kam, möchten wir alle Mitfeiernden bitten, künftig etwas früher zu kommen.

Aktueller Hinweis:

Aktuelle und ausführliche Information (Stand 3.7.2020) gibt es auf dieser Informationsseite.

Geistlicher Impuls

Liebe Gemeinde, „Brotvermehrung“ – unter diesem Titel kennen wir die Wundererzählung, die zu den bekanntesten Jesus-Geschichten der Evangelien gehört. Sie steht im Mittelpunkt der Verkündigung. Aber ich spreche lieber vom „Wunder des Teilens“. Denn Jesus hat seinen Jüngern nicht aufgetragen Brot zu vermehren. Sie sollten das Vorhandene an die hungernden Menschen weitergeben, nicht mehr und nicht weniger. Und als sie sich darauf einließen, geschah tatsächlich das Wunder: Alle aßen, heißt es, und wurden satt.
Was wir haben, reicht kaum für uns selbst. So denken auch manche Menschen heute in unserem Land. Aber wir vergessen: Was geteilt wird, das vermehrt sich. Ich habe nie gehört, dass ein Mensch durch Teilen arm geworden ist.
Ich lade Sie dazu ein, dem heutigen Evangelium sehr genau zuzuhören! Die schlichte Anweisung Jesu – „Gebt ihr ihnen zu essen“ – richtet sich auch an uns.
Diese Worte Jesu sind gegen den Hunger in der Welt gerichtet. Der tiefere Hinweis ist: Jesus schenkt sich uns in jeder Eucharistiefeier als Brot des Lebens. Er sendet uns, dass wir Brot füreinander im Alltag werden. Wer das eucharistische Brot isst, muss sein Brot teilen oder selbst zum Brot für andere werden. Liebe Gemeinde! Wie damals sterben auch heute täglich viele an Hunger nach Brot. Viele Menschen sehnen sich nach Liebe, Geborgenheit, Anerkennung und menschenwürdigem Leben. Wir können diesen Menschen auf verschiedene Weise helfen. Bitten wir Gott, damit wir seinen Auftrag: "Gebt ihr ihnen zu essen!", immer wieder in unserem Alltag erfüllen können.

Meditation:

Korn wird zu Brot, das den Hunger stillt –
durch die Arbeit der Menschen.

Brot wird zur Liebe, die die Sehnsucht stillt –
durch unsere Menschlichkeit.

Brot wird zum Trost, zur Stärkung, zur Wegzehrung –
durch ihn, Jesus, der immer wieder Brot geteilt hat mit Freunden und Fremden.

Er hat sich selbst zum Brot gemacht und will, dass auch wir Brot werden für andere.

Wie damals die Jünger, fordert er uns heraus.
Er vertraut sie uns an, die Menschen, die ihm am Herzen liegen: die nach Gerechtigkeit hungern, die das Brot der Fremde essen,
hart gewordenes Brot, das die Satten nicht mehr wollen.

Das Brot, das wir anderen vorenthalten, kann uns nicht nähren.
Nur im geteilten Brot ist Zukunft.

(Petra Gaidetzka)

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche und schöne restliche Ferientage!!!
Ihr Pater Kurian