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Der gute HirteEs gibt wieder Neues auf der Familienseite.
Diesmal zur Geschichte des guten Hirten. Schaut doch mal rein.
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Corona-Einschränkungen

Vollständige und aktuelle Informationen (Stand 26.3.) gibt es auf dieser Informationsseite.

Geistlicher Impuls

Jesus sagt uns im heutigen Evangelium: "Ich nenne euch Freunde, weil ich euch alles geoffenbart habe, was ich von meinem Vater gehört habe. Ihr seid meine Freunde."
Jesus nennt uns seine Freunde, weil er uns alles zeigen will, was er von seinem Vater weiß. Er will uns in die innerste Beziehung, die er selber zu seinem Vater hat, hineinführen, uns selber zum intimen Freund seiner Beziehung zum Vater machen. In den Evangelien schildert er uns, wie sein und unser Vater ist:
Er ist ein barmherziger Vater, der den verlorenen Sohn wieder aufnimmt. Die letzten bekommen bei ihm denselben Lohn wie die ersten, und schließlich geht Gott dem Verlorenen nach wie ein Hirt seinem verirrten Schaf.
Liebe Gemeinde,
Wir sollen auch barmherzig sein. Wir lernen von Jesus Christus, wie wir mit den Menschen lieben und umgehen sollen.
Auf einer Spruchkarte lese ich dieses Wort: „Mit der Liebe ist es wie mit der Sonne, man kann sie nicht im Sack davontragen!“
Die Sonne, wir können sie in Energie umwandeln, können sie nutzen, aber wir können sie nicht im Sack sammeln.
So ist es auch mit der Liebe.
Die Sonne wie auch die Liebe, sie kann nicht im Sack fortgetragen werden.
Aber die Liebe kann gespeichert werden im Menschen!
Ihm eine Kraft, eine Zuversicht schenken, die lange anhält.
Die aktuelle Situation der Corona-Krise können wir ohne die Liebe zu den anderen Menschen nicht meistern. Trotz des Abstandes, den wir einhalten müssen, können wir Liebe und Dankbarkeit zeigen. Wir können Zeichen der Verbundenheit geben, zum Beispiel durch einen Telefonanruf, durch einen Gruß, ein kurzes Gespräch an der Haustür. Und wir können uns dankbar und freundlich zeigen gegenüber den Menschen, die unseren Alltag durch ihre Arbeit aufrechterhalten, gegenüber denjenigen, die weiterhin in der Pflege für Alte und Kranke sorgen. Und wenn wir meinen, wir können unsere Liebe nicht zum Ausdruck bringen, so ist das falsch. Denn wir zeigen unsere Liebe besonders, indem wir für die Leidenden in der ganzen Welt beten.

Es geht also darum, dass ich mich immer neu für Gott und seine Freundschaft in meinem Leben öffne, dass ich seine Liebe und Hingabe in meinem Leben aufspüre. Konkret wird das in jeder Freundschaft, in der mir ein Freund etwas von dieser Hingabe schenkt - meistens nicht mit der radikalen Konsequenz, dass er sein Leben für mich lässt. Aber Hingabe fängt ja da an, wo ich bereit bin, etwas von mir zu lassen, um des anderen willen - auch im ganz Kleinen: ein freier Abend, wenn der andere meine Hilfe braucht, ein Sprung über meinen Schatten, meine Empfindlichkeiten, ein Schritt, um einen neuen Anfang zu ermöglichen, der mich selbst nicht ganz so wichtig nimmt.
Jesus sagt zu uns: „Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe!“

Zum Nachdenken:

„Woher sind wir geboren? – Aus Lieb.
Wie wären wir verloren? – Ohn‘ Lieb.
Was hilft uns überwinden? – Die Lieb.
Kann man auch Liebe finden? – Durch Lieb.
Was lässt nicht lange weinen? – Die Lieb.
Was soll uns stets vereinen? – Die Lieb!
(Johann Wolfgang von Goethe)

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen gesegneten Sonntag und eine gute kommende Woche.
Ihr Pater Kurian Kattamkottil